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Bulletin WJJF/ WJJKO

 

 

 

 

 

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Bericht von der 9. offenen deutschen Budo Formen und Kata Meisterschaft

 

 

Um mit den Worten des Ehrenpräsidenten der WJJF-D Sieghard Weiß zu beginnen: „ Das Leben ist ein Abenteuer!“

Solch ein „Abenteuer“ erlebten drei Budoka des Dojo Fudoshin Anfang Oktober 2016.

Es war Freitag der 30. September 2016 als sich drei Mitglieder unseres Dojos auf den Weg ins weit entfernte aber aufgrund zahlreicher Lehrgänge, gut bekannte „Schwabenländle“ aufmachten. Jedoch war das Ziel dieser Reise für alle Drei Neuland. Es ging nach Schechingen wo an diesem Wochenende die 9. offene deutsche Budo Formen und Kata Meisterschaft stattfinden sollte.

 

 

 

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Nach einer im Großen und Ganzen staufreien Autofahrt erreichten wir gegen 21 Uhr unser Ziel. Glücklicherweise hatte die Küche in unserer Unterkunft noch nicht geschlossen, sodass wir zum Abendessen einige typisch schwäbische Köstlichkeiten (hausgemachte Maultaschen, Spätzle und schwäbischen Kartoffelsalat) genießen konnten. Nach einem Glas „Hellem“ ging es dann auch zügig ins Bett, schließlich stand am nächsten Morgen die Deutsche Meisterschaft auf dem Programm.

Nach einer Nacht mit gefühlten 2 Stunden Schlaf (was nicht der Nervosität angesichts der anstehenden Meisterschaft geschuldet war, sondern vielmehr dem viertelstündig läutenden Kirchturm neben unserer Unterkunft), fanden wir gegen 8:30 Uhr in der ansprechend dekorierten Gemeindehalle in Schechingen ein. Dort traf man altbekannte Gesichter. Nach dem ein oder anderen freudigen Gespräch war die Zeit für die Anmeldung gekommen. Eilig drängte sich alles um die aushängenden Starterlisten. Jeder wollte erfahren wann und wo er startet. Erik und ich als Neulinge bei dieser Meisterschaft wurden nicht so recht schlau aus der Einteilung und Zuweisung der Startgruppen. Nach kurzem Nachfragen konnten wir jedoch recht schnell Licht ins Dunkel bringen. Das Ergebnis: Startnummer 3  in der ersten Gruppe der traditionellen Paar - Katas.  Für den Dritten unserer kleinen Reisegruppe ging es unterdessen schon theoretisch zu. Dojoleiter Steffen Lingslebe, erstmalig Mitglied der Jury, wurde mit dem Regelwerk der Bewertung vertraut gemacht.

Gegen 9:30 Uhr hatten sich alle Teilnehmer (ca. 95 Budoka aus dem gesamten Bundesgebiet) auf den tatami Flächen eingefunden. Die Deutsche Meisterschaft wurde unter den Klängen der Nationalhymne eröffnet. Nach einigen Begrüßenden Worten durch den Bürgermeister der Gemeinde und den Präsidenten der WJJF-D Richard Schmidt, wurde die Meisterschaft eröffnet.

Und dann war es auch schon so weit. Der Aufruf kam: „ auf Matte 1 bereiten sich vor Erik und Toni Harnisch – Dojo Fudoshin Leipzig“. Nach einer äußerst kurzen Erwärmung fanden Erik und ich uns auf der tatami wieder. Dort waren wir plötzlich ganz allein, alles drum herum war ausgeblendet, wir liefen unsere Ebo-no-Kata. Nach ca. 10 Minuten war es auch schon vorbei. Reiner Gritt, der Vorsitzende unserer Jury gab das Kommando „ Wertungen“ und alle drei Juroren hielten ihre Schilder nach oben. 8,4 / 8,5 / 8,4 . Nun mit diesen Werten konnte ich zunächst nichts anfangen. Erst als Erik mir sagte, dass der Wert 8,6 die höchste Wertung ist wusste ich, wir waren wohl gar nicht so schlecht gelaufen.

Und nun begann das lange Warten…

Erst ca. 1,5 Stunden nach unserem Lauf waren alle Paare fertig. Zwar konnten wir uns errechnen wie viele Punkte wir gesammelt hatten, doch was waren diese im Vergleich zu den anderen Paaren wert?

Da Geduld bekanntlich eine Tugend des Budo ist übten wir uns in jener. Bis zur Siegerehrung gegen 16 Uhr. Dort hatten sich alle Teilnehmer erneut auf den tatami versammelt und erwarteten gespannt die Auswertung. So auch wir. Endlich kam unsere Kategorie zum Aufruf… 1. Platz. Die Freude in unsere Gesichter gemeißelt schwangen wir uns ganz oben auf das Siegerpodest und nahmen unsere Goldmedaille und Glückwünsche der Jury entgegen.

Nach dem Abschluss der Siegerehrung zogen wir uns zügig in unsere Unterkunft zurück, um uns vor der anstehenden Abendveranstaltung noch ein wenig erholen zu können. Diese startete pünktlich 18 Uhr  mit einem von uns allen drei herbeigesehnten Abendessen. Nach angeregten Gesprächen und dem ein oder anderen „Hellen“ endete die Abendveranstaltung für uns gegen 1 Uhr. Am nächsten Tag nach ausgiebigem Frühstück traten wir die Heimreise nach Leipzig an.

Und was bleibt? Für uns die Erkenntnis, dass wir bei der nächsten Meisterschaft auch wieder dabei sein wollen (ein Titel will schließlich verteidigt werden). Aber auch ein Wunsch: der Wunsch, dass die Delegation des Dojo Fudoshin  bei der nächsten deutschen Meisterschaft nicht nur zu dritt vertreten ist, sondern das wir als ein großes Team an dieser Meisterschaft teilnehmen.

 

In diesem Sinne – möge die Vorbereitung beginnen.

 

Toni Harnisch

 

 

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