World Martial Arts Games 2012 in Bregenz



Nach dem Zwiesel Cup in Inzell als Auftaktveranstaltung, machten sich die sechs Gefährten der WJJF-D

– Daniel Fritz, Christian Lohasz, Philipp Mönch, Cornelius Plutz, Sebastian Schnabl und Jochen Ziehr –
vom 9. August bis zum 13. August auf den Weg nach Bregenz zu den sechsten World Martial Arts Games.

Nachdem man auf den Zwiesel Cup gesehen hatte, wie die Selbstverteidigungstechniken aussehen und demonstriert werden sollten, lag vor jedem von uns erneut ein großes Stück Arbeit, die Techniken zu ändern und zu perfektionieren. Also wurden die verbleibenden Wochen dafür genutzt und die Fortschritte von den jeweiligen Dojo-Leitern, aber auch vom Präsidenten, Sepp Oberhollenzer, streng überwacht. Es ging nun mal auch darum, die WJJF-D auf einem internationalen Turnier entsprechend zu vertreten und zu präsentieren.

Am Donnerstag, den 9. August machten wir uns also auf den Weg nach Österreich. Im zuvor erhaltenen Outfit der NMAGC Germany und mit der deutschen Flagge ausgestattet sorgten wir so im eigens dafür gemieteten Team-Bus für die eine oder andere Sensation auf der Fahrt nach Bregenz.
Mit Einbruch der Dunkelheit kam das Team dann schließlich an der Unterkunft in Dornbirn an und wurde herzlichst vom den Hausherren begrüßt, die auch großes Interesse am Grund unseres Aufenthalts zeigten (Und wos mochts ia jetzt in Bregenz? Wie hoißt des wos ia do mocht?).

Da die World Games erst am Samstag beginnen sollten, blieb uns am Freitag noch ein wenig Zeit die touristischen Seiten Bregenz' zu erkunden. Es sollte auf den Pfänder gehen! Das einzige Problem daran war das Finden eines Parkplatzes. Nach Herzklopfen und Schweißausbrüchen, nicht nur von Seiten des Busfahrers, bei der Fahrt durch das viel zu klein wirkende Parkhaus gelang es uns schließlich doch noch im völlig überfüllten Bregenz einen Platz zu ergattern. Mit der Pfänderbahn ging es nach oben, wo wir die beeindruckende Aussicht bei herrlich klarem Wetter genießen konnten.
Am Nachmittag fand dann das erste Team-Meeting statt. Das deutsche Team, unter der Leitung von Freddy Kleinschwärzer, bestand aus 49 Personen, die wir teilweise schon auf dem Zwiesel Cup kennenlernen durften, teilweise aber auch noch neue Gesichter für uns waren. Zum ersten Mal sah man auch die anderen teilnehmenden Nationen, darunter starke Teams, wie USA oder Großbritannien, aber auch kleinere Teams wie Italien oder Ghana. Gemeinsam schritt man zur Anmeldung und zum Wiegen der Kämpfenden, wobei noch der ein oder andere Fehler behoben werden konnte. Schließlich machten wir sechs Jungs uns wieder auf den Weg nach Dornbirn, um uns noch einmal richtig auszuschlafen, bevor der große Tag kam.

Am Samstag sollten wir alle um 9 Uhr in der Halle anwesend sein. Freddy Kleinschwärzer gab noch einige motivierende Worte von sich, bevor der Einmarsch der 14 Nationen stattfand: USA, Großbritannien, Schweiz, Österreich, Lichtenstein, Italien, Deutschland, Australien, Ghana, Serbien, Bosnien Herzegowina, Philippinen, Kanada und Türkei.
Es folgten Ansprachen vom Ausrichter, dem Präsidenten des WMAGC und des zweiten Bürgermeisters von Bregenz, wonach dann die Spiele offiziell beginnen durften. Gegen Mittag war dann endlich, nach langem Warten und Ansteigen der Aufregung, unser Auftritt. Wir alle starteten in der Gruppe Self Defence und gaben unter den wachenden Augen dreier Jury-Mitglieder, sowie denen von Sepp Oberhollenzer und Richard Schmidt unser bestes. Manche von uns starten parallel zu dieser Kategorie auch noch in anderen, wie zum Beispiel Grappling, Grapple/Strike oder Continuous Sparring. Einige Fans aus Familien und Dojos der Teilnehmer nahmen sogar den langen Weg auf sich, uns auf der Matte zu bejubeln, was für einen extra Ansporn sorgte.

Am Ende kamen folgende Platzierungen zu Stande, auf die die Teilnehmer bei ihrer ersten Teilnahme an einem Tournier dieser Größenordnung auch stolz sein können:
Self Defence/Underbelt: Daniel Fritz, 1. Platz; Cornelius Plutz, 2. Platz
Self Defence/Blackbelt: Jochen Ziehr, 3. Platz; Christian Lohasz, 4. Platz; Sebastian Schnabl, 5. Platz; Philipp Mönch, 6.
Continuous Sparring/Kickboxen: Jochen Ziehr, 2. Platz
Grapple/Strike: Philipp Mönch, 1. Platz
Grappling open Class: Philipp Mönch, 3. Platz

Diese Platzierungen wurden dann noch am selben Abend mit einigen neuen Bekanntschaften aus dem deutschen Team gefeiert.

Für den Sonntag standen dann noch Formen und die Siegerehrung auf dem Programm, was parallel zueinander ablief. Die relativ formlose Siegerehrung ging dadurch unter der lauten Musik, welche die Formen begleitete und dem Kiai der Wettkämpfenden leider ein wenig unter.

Von den Anstrengungen des Wochenendes erschöpft, machten sich die sechs müden Gesichter schon einen Tag früher als geplant zur Abreise bereit, um sich zu Hause erst einmal richtig auszuschlafen, was auch bitter nötig war.
Und so ging nicht nur ein anstrengendes Wochenende, sondern auch eine lange Vorbereitungszeit, die uns allen viel Freude bereitet hat und uns auf sportlichem Wege auch weitergebracht hat zu Ende.

Wir alle sind froh, diese Erfahrung gemacht zu haben, Menschen kennengelernt zu haben und blicken gerne wieder auf dieses Wochenende zurück.

An dieser Stelle möchten wir uns auch noch bei unseren Betreuern, Sonia Reinholz und Uwe Kochendorfer bedanken, die uns gut während der Vorbereitung und auch vor Ort unterstützt haben, unseren Dojoleitern, Richard Schmidt, Helmut Schauaus, Gerold Bauer sowie unserem Präsidenten Sepp Oberhollenzer, der uns die Teilnahme erst ermöglicht hat und der uns auch durch die Vorbereitung auf die World Martial Arts Games geleitet hat.

 

Christian Lohasz

 

 

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