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7. Kata - und Formen - Meisterschaft 2012 in Leinzell

Sowohl im Hinblick auf das sportliche Niveau als auch was die Organisation, das Rahmenprogramm und das Auftreten der Athleten betrifft, durfte die SG Leinzell als Ausrichter der Deutschen Kata-Meisterschaft am Samstag allseits ein dickes Lob entgegen nehmen. Sehr viele der Meistertitel sowie Medaillen wurden dabei an Jiu-Jitsu-Sportler aus dem Gmünder Raum vergeben. Sowohl im Hinblick auf das sportliche Niveau als auch was die Organisation, das Rahmenprogramm und das Auftreten der Athleten betrifft, durfte die SG Leinzell als Ausrichter der Deutschen Kata-Meisterschaft am Samstag allseits ein dickes Lob entgegen nehmen. Sehr viele der Meistertitel sowie Medaillen wurden dabei an Jiu-Jitsu-Sportler aus dem Gmünder Raum vergeben.
Im Rahmen der Siegerehrung erlebte WJJF-Präsident und Gmünder Sportpionier Sepp Oberhollenzer dann eine große Überraschung. Ihm wurde nämlich in Anerkennung seiner großen Verdienste um den Budosport in Deutschland und aufgrund seiner fachlichen Kompetenz der 7. Dan verliehen. Darüber hinaus wurde am Samstag zwischen der „World Ju Jutsu Federation Deutschland“ und dem deutschen „National Martial Arts Games Committee“, vertreten durch dessen Präsident Freddy Kleinschwärzer (8. Dan), ein Kooperationsvertrag zur besonderen Förderung des Spitzensports im Budo-Bereich unterzeichnet. Zur Freude aller WJJF-Dojos im Gmünder Raum gab Kleinschwärzer außerdem bekannt, dass die „German Martial Arts Games“ im Jahr 2014 in Gmünd stattfinden werden. Dies ist letztlich auch eine Anerkennung dessen, wie perfekt von der WJJF über viele Jahre hinweg große nationale und internationale Wettkämpfe und Seminare durchgeführt wurden – und die aktuelle Meisterschaft in Leinzell hat diesen guten Ruf der WJJF erneut bestätigt.
„Ich bin sehr beeindruckt, wie diese Meisterschaft gelaufen ist“, zog Oberhollenzer am Ende ein durchweg positives Fazit. Neben der perfekten Organisation würdigte er nicht zuletzt auch die Ausführungen der Katas auf einen guten und teilweise sogar sehr hohen Niveau. „Natürlich können die Kinder in ihren Bewegungsabläufen und im Ausdruck noch nicht die Perfektion von Erwachsenen mit langjähriger Budo-Erfahrung haben“, räumte der WJJF-Präsident ein, „aber die Konzentration und die Disziplin selbst bei den Jüngsten war außerordentlich beeindruckend“. Dies sei ein Beleg dafür, welchen pädagogischen Wert das Training der Budokünste habe. „Es ist sehr viel mehr als nur Tradition, wenn wir in unserem Training und bei den Wettkämpfen der Etikette einen besonders hohen Stellenwert beimessen – damit geben wir den Sportlerinnen und Sportlern sehr viel für ihr Leben mit auf den Weg!“
Karin Zeller, Vorsitzende der SG Leinzell, sowie Michael Bleicher (Leiter des Musashi-Dojos unter dem Dach der SG), waren ebenfalls sehr zufrieden und würdigten den ehrenamtlichen Einsatz der rund 50 Helferinnen und Helfer – allen voran die Leistung der Organisationsleiter Petra und Ralf Hüber. „Ich hatte mir bei dieser bewusst verbandsoffenen Meisterschaft allerdings noch etwas mehr Starter aus anderen Kampfsportverbänden erhofft“, gab Bleicher offen zu.
„Ich bin stolz auf Euch alle!“, betonte Sepp Oberhollenzer bei der Siegerehrung. Der salzige Geschmack von Schweiß sei die Voraussetzung, um solche Leistungen überhaupt erzielen zu können. Dem pflichtete der Leinzeller Bürgermeister Ralph Leischner voll und ganz bei und freute sich natürlich ganz besonders, dass immer wieder Sportlerinnen und Sportler der SG Leinzell aufs Siegertreppchen gerufen wurden. Umrahmt wurde die Siegerehrung von einer Kata-Demonstration des erst neunjährigen Jean-Luc Hüber, der zwar aus Altersgründen noch nicht an der Meisterschaft hatte teilnehmen dürfen, aber mit seiner Vorführung zeigte, dass er in ein paar Jahr sicherlich selbst auf dem Treppchen stehen wird.
Gezeigt wurde außerdem Turnen, Tanz und Schwertkampf. Für letzteren zeichnete Rudi Strobel verantwortlich, der in Böbingen den meisterlichen Umgang mit japanischen Klingen lehrt.


Bei der Deutschen Kata-Meisterschaft in Leinzell hatten die Preisrichter insgesamt 124 Vorführungen zu begutachten. Die Teilnehmer kamen aus verschiedenen Kampfsportverbänden und sie repräsentierten durch ihre Herkunft das gesamte Bundesgebiet. Viele Titel und Medaillen blieben aufgrund der überzeugenden Leistungen der Dojos aus Gmünd, Leinzell und Gschwend dennoch im Gmünder Raum.
Eine Gruppe war zum Beispiel aus dem hohen Norden Deutschlands angereist, andere kamen aus Sachsen sowie aus dem Vogtland und viele von der Ostalb, um der Jury ihre Interpretation von traditionellen und modernen Katas zu präsentieren. Denn obwohl es sich bei einer „Kata“ um eine Übungsform mit definierten Techniken und einem ebenso festgelegten Bewegungsablauf handelt, bleibt immer noch ein gewisser Spielraum. Selbst die Kata-Experten sind sich bei kleineren Details nicht immer zu 100 Prozent einig, wie die richtige Ausführung sein soll.
Umso mehr ist die Leistung der Jury-Mitglieder bei der Veranstaltung in Leinzell zu würdigen, die über viele Stunden hinweg konzentriert hingesehen und die Präsentationen kompetent und gerecht bewertet haben. Immer wieder verblüffend war dabei, dass die Wertungen auf den Punktzetteln — obwohl unabhängig voneinander ausgefüllt — in den meisten Fällen nahezu identisch waren.  Und in manchen Fällen waren es in Leinzell am Samstag sogar Zehntel-Punkte, die am Ende über die Reihenfolge der Platzierungen entschieden haben. Das Niveau war so hoch, dass in den „Königsklassen“, sprich bei den traditionellen Paar-Katas, ein Stechen durchgeführt wurde, um die deutschen Meister auszumachen.
Den Begriff „Kata“ nur als „formalen Kampf gegen einen imaginären Gegner“ zu deuten, geht in die falsche Richtung. Zwar sieht dies vor allem bei Karate-Katas und Waffenformen auf den ersten Blick so aus, doch der tiefere Sinn der Kata (und dies gilt auch für paarweise auszuführende Kodokan-Katas) ist eher ein Kampf gegen sich selbst. Man kämpft darum, durch konsequentes Üben die Perfektion zu erreichen. Nicht umsonst befassen sich die meisten Budo-Sportler über viele Jahre immer wieder mit der gleichen Kata, um alles zu verfeinern.
Und manchmal versteht man erst im Laufe der Zeit, was der jeweilige „Erfinder“ der Kata den Übenden damit auf den Weg geben wollte. Irgendwann macht es im Gehirn „Klick“ und plötzlich ist die Erkenntnis da, warum eine bestimmte Technik (auch im echten Kampf!) genau so und nicht anders ausgeführt werden muss. Das Kata-Training ist mithin eine lebenslange Aufgabe, die von vielen Budoka bis ins relativ hohe Alter mit Hingabe betrieben wird.
Bei der aktuellen deutschen Meisterschaft wurde deshalb eine Senioren-Wertung für Teilnehmer über 55 Jahren durchgeführt. Es gab auch eine Vereinswertung, bei der im Bereich der Erwachsenen das „Dojo Yawara“ (Jiu-Jitsu-Abteilung des TSB Gmünd) siegte. Im Jugendbereich durfte den Vereinspokal das Gastgeber-Dojo „Musashi“ (Jiu-Jitsu-Abteilung der SG Leinzell) in Empfang nehmen. Alle Ergebnisse sind der Tabelle unten zu entnehmen.


Die Ergebnisse:


Jugend, Einzel modern, 12 – 15 Jahre:
1. Julian Kugler, 2. Kai-Uwe Hüber, 3. Tamara Bethge (alle Musashi Leinzell);

Jugend, Einzel modern, 16 – 18 Jahre: 
1. Katharina Dreher (Zanshin Gschwend); 2. Michael Kronmüller (Zanshin Gschwend); 3. Enise Sel (Yawara Gmünd;

Jugend, Einzel traditionell, 16 – 18 Jahre: 
1. Larissa Betz (Yawara Gmünd), 2. Eric Vetter (Zanshin Gschwend), 3. Dominik Schindler-Zins (Yawara Gmünd);


Jugend, Paare modern, 12 – 15 Jahre: 
1. Lisanne Wolz/Nadine Wehle (Sakura Süßen); 2. Kai-Uwe Hüber/Tamara Bethge (Musashi Leinzell), 3. Jonas Wiegand/Nicolai Müller (Sakura Süßen);

Jugend, Paare modern 16 – 18 Jahre: 
1. Julian Kugler/Tatjana Tietze (Musashi Leinzell), 2. Jan Fischer/Laura Ros-Falkenstein (Sakura Süßen), 3. Timo Hoyler/Jan Fischer (Sakura Süßen);

Junge Erwachsene 18 bis 21 Jahre, Einzel modern:
1. Christian Lohasz (Sakura Süßen), 2. Cornelius Plutz (Yawara Gmünd), 3. Niclas Vester (Sakura Süßen);


Junge Erwachsene 18 – 21 Jahre, Paare:
1. Larissa Betz/Carina Wurscher (Yawara Gmünd), 2. Katharina Dreher/Nicole Feldwieser (Zanshin Gschwend), 3. Markus Hoyler/Stefan Höll (Sakura Süßen);

Erwachsene, Einzel modern:
1. Achim Haubennestel (Goju Jutsu Union), 2. Wolfgang Betz (Yawara Gmünd); 3. Sabine Vögele (Zanshin Gschwend);

Erwachsene, Paare modern: 
1. Rainer Grytt/Natali Weber (Twistringen), 2. Gerald Fischer/Marco Klenk (Musashi Leinzell);

Erwachsene, Paare, Goshin-Jitsu-No-Kata:
1. Danny Grießbach/Jan Köhler (Shugyo, Sachsen); 2. Yvonne Haas/Martin Rommel (TSG Ötlingen), 3. Julia und Marcel Hallmann (PSV Wurzen); 3. Julia Fichtner/ Eric Jochmann (Shugyo, Sachsen)

Erwachsene, Paare, traditionell:
1. Danny Grießbach/Jan Köhler (Shugyo, Sachsen); 2. Franz Braun/Lothar Teufel (TV Mengen), 3. Rainer Grytt/Isabelle Funke (Twistringen);

Waffen, Erwachsene, Paare:
1. Helmut Schauaus/Uwe Kochendörfer (Yawara Gmünd), 2. Jens Lange/Manuel Vollberg (Weilrod); 3. Matthias und Christian Meixner (Yawara Gmünd);


Waffen, Herren, Einzel:
1. Uwe Kochendörfer (Yawara Gmünd), 2. Sebastian Schnabl (Sakura Süßen), 3. Achim Ritz (Maribu Böbingen) und ebenfalls 3. Bernd Witt (Sakura Süßen);

Waffen, Damen, Einzel:
1. Natalie Weber (Twistringen); 2. Yvonne Wagner (Maribu Böbingen), 3. Isabelle Funke (Twistringen) und ebenfalls 3. Sonja Reinholz (Sakura Süßen);

Gruppen:
1. Sabine Vögele/Eva-Maria Ziehr/Nicole Feldwieser (Zanshin Gschwend), 2. Enise Sel/Niclas Vester/Cornelius Plutz (Yawara Gmünd), 3. Dean Bleher/Timo Hoyler/Stefan Höll/Markus Hoyler/Cakir Anil (Sakura Süßen) und ebenfalls 3. Steffen Kronmüller/Michael Kronmüller/Eric Vetter/Patrick Czempiel/Nico Hörz/Lukas Schaaf (Zanshin Gschwend);

Altersklasse Ü 55:
1. Rainer Grytt, 2. Bernd Witt, 3. Friedrich-Wilhelm Adamaszek/Dieter Bischoff (Illerkirchberg).

 

Gerold Bauer

 

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