Neues in der Galerie

TF / ATF
2016

 

 IMG 8280optimiert

 

  

Bulletin WJJF/ WJJKO

 

 

 

 

 

Wer ist online

Aktuell sind 111 Gäste und keine Mitglieder online

Suchen

Jiu-Jitsu – Verletzungssport oder Gesundheitssport?

 

 

 

 

Trainerfortbildung der WJJF-Deutschland in Leinzell beim Dojo Musashi

 

Es hat inzwischen Tradition, dass der WJJF-Jahreshauptversammlung eine Trainer-Fortbildung vorgeschaltet ist. Dieses Jahr traf man sich für drei Tage in Leinzell (Dojo Musashi), und die Schulung stand unter dem Motto „Gesundheitssport und Verletzungsvorbeugung“. Dazu konnten WJJF-Präsident Sepp Oberhollenzer und der Technische Direktor Uli Häßner als Fachreferenten die Orthopädin Dr. med. Christiane Hölscher, Sportdozent i.R. Hiltbert Quitsch sowie die Physiotherapeutin und Gymnastiklehrerin Monika Teufel willkommen heißen.

 

Den Auftakt machte ein mit aussagekräftigen (und zum Teil auch schockierenden) Bildern illustrierter Vortrag von Dr. Hölscher. Die Referentin trainiert selbst Jiu Jitsu und konnte mithin das Thema „Typische Verletzungen im Kampfsport – wie man sie vermeiden beziehungsweise behandeln kann“ sowohl aufgrund eigener Erfahrungen auf der Matte als auch aufgrund ihrer Tätigkeit als Fachärztin für Orthopädie beleuchten. 

Dabei wurde deutlich, dass insbesondere die Fuß- und Kniegelenke sowie der Schulterbereich im Kampfsport durch unabsichtliches oder unsachgemäßes Verdrehen sehr gefährdet sind. Durch Schläge oder Tritte kommt es häufig im Gesichtsbereich oder an den Genitalien zu Verletzungen.wjjf-Christiane

Bei extremen Blutergüssen sei immer Vorsicht geboten, weil dadurch der Blutfluss eingeschränkt werden und Teile des Körpers sogar absterben können. Auch Nasenbeinbrüche sollte man aufgrund möglicher Spätfolgen nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern vom HNO-Arzt kontrollieren lassen. Im Kinderbereich sei durch ausreichendes Trinken ein Überhitzen zu vermeiden. Darüber hinaus seien Techniken zu unterlassen, die die Halswirbelsäule belasten.

Bei Verletzungen im Training oder bei Wettkämpfen sollte im Zweifelsfall immer ein Rettungswagen gerufen werden. Für Trainer seien Kenntnisse in Erster Hilfe und Anatomie sowie das Wissen über typische Verletzungen sehr wichtig. Auf dieser Basis könne man besser auf einen Verletzten beruhigend einwirken.

Im Gegenzug konnte die Referentin im Hinblick auf statistische Daten auch darlegen, dass der Kampfsport keineswegs ein besonders verletzungsanfälliger Sport ist, sondern – vernünftig ausgeübt – aufgrund des dabei üblichen Ganzkörpertrainings die allgemeine Fitness und die Beweglichkeit fördert. Wichtig sei allerdings unter dem Gesundheitsaspekt, dass Techniken möglichst immer beidseitig geübt werden.

Im zweiten Teil der Fortbildung, der auf der Matte durchgeführt wurde, wurden von Dr. Christiane Hölscher verschiedene Möglichkeiten gezeigt, wie man selbst beziehungsweise der Trainer die Funktionstüchtigkeit und Stabilität der wichtigsten Gelenke überprüfen kann. Ein wichtiger Fingerzeig sei dabei generell der Vergleich beider Körperseiten. Sofern eine deutliche Abweichung zwischen rechter und linker Seite festgestellt werde, sei dies ein Fingerzeig, dass etwas nicht in Ordnung ist. wjjf-monika

Monika Teufel machte damit vertraut, wie man auch ohne teure Fitness-Geräte die Muskulatur so trainieren kann, dass Verletzungen vorgebeugt wird. Eine gut entwickelte Muskulatur in den Beinen, im Bauchbereich, am Rücken und im Beckenbodenbereich stabilisiere nämlich die Gelenke und mache sie widerstandsfähiger gegenüber sportlichen Belastungen. Während der Fortbildung durften die Teilnehmer(innen) selbst ausprobieren, wie zum Beispiel Pezzi-Bälle, Gummibänder oder mit Wasser gefüllte Plastik-Flaschen als Trainingsgeräte wirkungsvoll eingesetzt werden können.

Hiltbert Quitsch, der viele Jahre an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd angehende Lehrer unterrichtete, kombinierte seine Beispiele für den Muskelaufbau mit einem Ausdauertraining. Obwohl selbst schon über 70 Jahre alt, machte der Referent alle Übungen selbst mit und brachte die Gruppe dabei gehörig ins Schwitzen – ein lebender Beweis dafür, wie man durch vernünftigen und richtig betriebenen Sport selbst im Seniorenalter noch topfit sein kann. Quitsch nutzte ebenfalls Gummibänder und darüber hinaus Flexibar-Schwingstäbe. Am Ende gestaltete er für alle eine Entspannungseinheit. wjjf-hiltbert

Das Fazit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer – überwiegend Trainer mit großer Erfahrung - war sehr positiv. Den beiden Referentinnen und dem Referenten waren mithin nicht nur der Dank des WJJF-Präsidiums, sondern auch der ehrliche Beifall aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer sicher. Der Wunsch nach Wiederholung einer Fortbildung unter dem Aspekt „Gesundheit“ war unüberhörbar.

 

 

Gerold Bauer

Internationale Events

 

 

 

  

 

Vollständige PDF

 

 

IBS 2017

 

 

 

 

 

 

PDF deutsch

 

Onlineformulare deutsch

 

 

 

PDF english

 

Online forms

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Copyright © 2017 Shinbun - Die Online Zeitung der World Ju Jitsu Federation Deutschland e.V.. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.