Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 14. März 2010
In Leinzell, Cafe Leinmüller
Beginn: 11:10 Uhr Ende 12:55 Uhr
TOP 1:
Josef Oberhollenzer begrüßt die anwesenden Sportler und Vertreter der Dojo.
Anwesend: 21 Dojo und vier Präsidiumsmitglieder = 25 Stimmen
TOP 2:
Feststellung der Stimmberechtigung:
Die Versammlung ist mit 25 Stimmen stimmberechtigt.
TOP 3:
Genehmigung des Protokolls 2009:
Das Protokoll lag den Anwesenden schriftlich vor. Dem Protokoll wurde einstimmig zugestimmt.
TOP 4:
Berichte:
A) Präsident:
Die Rede des Präsidenten Josef Oberhollenzer
Liebe Sportkameraden und Budoka, es ist zur Tradition geworden, dass die WJJF-D immer im März ihre JHV abhält so auch in diesem Jahr ist der Zeitpunkt da, wo Rechenschaft vor den Mitgliedern abgelegt werden muss. Liebe Budoka, als ich vor 4 Jahren als Nachfolger von Sieghard Weiß zum neuen Präsidenten gewählt worden bin, hatte ich einen Sack voller Ideen und wollte alle diese neuen Ideen in die Wirklichkeit umsetzten.
Viele dieser Ziele sind erreicht worden, einige befinden sich noch in der Warteschleife. Falls ich heute, da ja das Präsidenten Amt zur Wahl steht, wieder das Vertrauen erhalte das Amt für weitere 2 Jahre zu übernehmen werde ich mit gleichem Elan versuchen den Verband so zu führen dass er weiterhin auf einem soliden Fundament und für die Zukunft gut gerüstet dasteht. Für viele Vereine und Verbände ist der Mitgliederboom vorüber, trotzdem ist es uns gelungen die Mitgliederzahl nahezu zu halten. Jeder weiß, was heute Trend ist, ist morgen überholt, man muss sich umschauen und mit Weitblick versuchen das Richtige zu tun. Es ist uns gelungen neue Kontakte zu knüpfen, und neue Dojo zu gewinnen d.h. die Mitgliederstagnation hält sich in Grenzen.(Torsten Bericht) In meiner vierjährigen Amtszeit habe ich erfahren müssen, dass durch die Vielzahl verschiedener Verbände und deren Stilrichtungen, leider auch viel von der Budo Tradition verloren gegangen ist. Es hat den Anschein, oder es ist schon so, dass sich Budo zu einer Sportart unter Vielen entwickelt hat. Leider, und das sage ich mit Bedauern verändert sich auch bei manchen Budoka der Charakter sobald er einen schwarzen Gürtel tragen darf. Es kommt öfters vor, dass ich fragwürdige UK zugeschickt bekomme, mit der Aufforderung diese Graduierungen/Diplome anzuerkennen. Da sitze ich dann oft da, und stell mir die Frage, welche Sportart betreiben wir eigentlich. Nun ist es so, dass solche Spielchen mit mir und dem Präsidium nicht machbar sind. Nach wie vor, steht bei uns im Verband das Interesse im Vordergrund Ju-Jitsu als traditionelle Kampfkunst zu bewahren. In Anbetracht dessen aber, dass wir alle im Westen leben und arbeiten, sollte ein "Goldene Schnitt" zwischen Moderne und Tradition gefunden werden ,es ist uns wohl bewusst, diesen „goldenen Mittelweg" zu finden ist schwierig aber das soll unser Ziel sein.
Probleme gab es, Probleme sind dazu da, dass man sie löst, und wir haben sie gut gelöst, wobei ich sagen muss, manche Probleme lösen sich oftmals von alleine. Zwei hochgraduierte SK(Reiner Fiedler und Karlheinz Körkel) haben uns im letzten Jahr auf ihren eigenen Wunsch verlassen. Ich weise mit Nachdruck nochmals darauf hin, dass SK welche unseren Verband nicht mehr angehören, nicht mehr berichtigt sind, Kyu-, geschweige denn, Dan-Prüfungen für die WJJF abzunehmen, auch nicht als Beisitzer.
Trotz allem bin ich mit dem Erreichten zufrieden, wie gesagt unser Verband steht auf einem soliden Fundament und er wird es weiterhin bleiben, wenn wir alle gemeinsam daran arbeiten. Das vergangene Jahr war im Großen und Ganzen geprägt von einer positiven Stimmung.
wie die Assistenztrainerfortbildungen die gut von unseren jungen Jiuka angenommen werden, das zeigt uns dass wir hier auf dem richtigen Weg sind. Bei der TF ist es so, dass wir auf vielfachen Wunsch als nächstes Ziel die Frauen SV Ausbildung wieder anbieten, der letzte LG zu diesem Thema liegt schon weit zurück, deshalb wollen wir dieses Thema für die nächsten TF planen.
Thema Kata.: Auch hier bin ich soweit zufrieden, Richy und ich waren im letzten Jahr einige Male unterwegs und erfreulich, dass immer mehr SK für die trad. Kata Interesse finden. Trotzdem gilt es da noch Überzeugungsarbeit zu leisten. Mittlerweile müsste in allen Dojo bekannt sein, dass ohne entsprechende Katakentnisse keine Zulassung zur Dan Prüfung genehmigt wird.
Thema Jiudo Kinder: Seit 2001 werden hier im Großraum Göppingen Gmünd Gschwend,
Wiesensteig, Kinderwettbewerbe ausgetragen und das mit großer Akzeptanz der Eltern und der Kinder.(siehe die Bericht im Shinbunheft.) Das Regelwerk für den Jiudo Wettkampf wurde im letzten Jahr ausgearbeitet, und ist für jeden Interessenten in unserer Homepage abrufbar.
Thema Allkampf(Berliner Modell).
Der letzte Allkampf fand meines Wissens nach im Jahre 1994 bei Dieter Harsch statt. Nach Interesselosigkeit, und einigen Versuchen ein solches Turnier zu veranstalten hat sich das damalige Präsidium entschieden vorerst keine Allkampfturniere mehr zu unterstützen bzw. zu organisieren. Nach Jahren der Abstinenz, wenn ich das so formulieren darf, haben sich im diesem Jahr eine Handvoll Dojoleiter Präsidiumsmitglieder( Dieter und ich) Kampfrichter usw. zusammengefunden das alte Allkampfregelwerk zu modifizieren und grundlegend zu überarbeiten. Das Regelwerk ist mittlerweile in trockenen Tüchern und am 22.Mai findet in Süßen das 1. Allkampfturnier der WJJF seit der Jahrtausendwende statt. Meine Überlegung nach Rücksprache mit den Dojoleiter war, dass wir unseren jungen Männern und Frauen ab 16 Jahre die gerne kämpfen wollen eine Plattform anzubieten. Bei andere Verbänden ist es machbar, warum dann nicht auch bei uns. Meine Begründung dazu, wenn wir den Jungen Kämpfern nicht diese Möglichkeit bieten, dann besteht die Gefahr, dass sie sich anderen Verbänden zuwenden und das gilt es zu vermeiden. In unserem Verband sollen sich alle Generationen wohl fühlen das liegt mir sehr am Herzen. Wir werden mit einem kleinen Wettkampf beginnen, wie 97 mit der ersten Katameisterschaft, wer hätte damals gedacht, dass diese Wettkampfform so viel Anklang findet. Wir werden sehen, aber ein Versuch ist es mir allemal wert.
Am Ende meines Berichtes danke ich allen welche mitgeholfen haben, oder in Zukunft irgendeiner Weise mithelfen, die WJJF-D zu stärken und ihren guten Ruf zu sichern. Alle Mitglieder, besonders aber die Dan Träger sind das Aushängeschild des Verbandes. Als Dan Träger sind wir aufgefordert uns fortwährend zu prüfen und uns zu bemühen, das Erbe zu bewahren. Wir dürfen uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen, wir müssen auf dem Erreichten aufbauen, mutig sein um auch mal etwas Neues auszuprobieren.
B) Bericht des Vizepräsidenten Sport:
Martin Gerstner gibt Bericht zu den Danprüfungen 2009. Es wurden 16 Prüfungen abgelegt und zwei Dan-Grade verliehen.
Er verweist nochmals auf das aktuelle Anmeldeverfahren. Der genaue Ablauf ist auf der Homepage der WJJF-Deutschland nachzulesen.
Positiv ist das qualitativ hohe Niveau der Danprüfungen zu bewerten.
Martin Gerstner verweist nochmals auf den Internationalen Budolehrgang im September in Schwäbisch Gmünd.
C) Bericht des Vizepräsidenten Administration:
Torsten Kosuch gibt einen Überblick über Entwicklung der WJJF-D im Jahr 2009.
Die WJJF-D umfasst zurzeit 96 Dojo.
Die Internetpräsenz wurde überarbeitet und aktualisiert. Die beiden Seiten www.wjjf.de und www.wjjf-shinbun.de wurden zusammengelegt und als neue Seite www.hanbo-jitsu.de eingerichtet. Alle drei Domain werden jetzt durch Torsten Kosuch verwaltet. Nach 24 Ausgaben Shinbun hat der Sportfreund Joachim Schieder gebeten, ihn von dieser Ausgabe zu entbinden. Der Sportfreund Lorenz Schneller aus Süßen hat sich bereit erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen.
Das Präsidium bedankt sich bei Joachim Schieder für seine Arbeit und wünscht Lorenz Schneller viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe.
D) Bericht des Schatzmeisters:
Dieter Ritter gab Bericht über den Kassenstand:
Siehe Anlage Kassenbücher
E) Bericht des Technischen Direktors
Ulrich Häßner gibt einen Rückblick auf das Jahr 2010. Auf Grund mangelnder Anmeldungen musste die Assistenztrainerfortbildung 2009 ausfallen. Daher wurde 2010 das erste Mal Trainer – und Assistenztrainer-
fortbildung auf einen Termin gelegt. Die Teilnehmer nahmen das sehr gut auf und die nächsten Trainerfortbildungen werden wieder zeitgleich absolviert. Das verlangt natürlich vom ausrichtenden Verein einen höheren
logistischen Aufwand. Er bedankt sich nochmals beim ausrichtenden Verein aus Leinzell.
Die nächste Fortbildung findet wieder über zwei Tage am 18./19.März 2011 zum Thema Frauen-SV in Süßen statt.
TOP 5
Bericht der Kassenprüfer:
Die Kasse war in Ordnung, es ergaben sich keine Beanstandungen.
TOP 6
Wahl des Wahlleiters:
Der Sportfreund Helmut Schauaus wurde als Wahlleiter vorgeschlagen.
Er wird einstimmig gewählt.
TOP 7
Entlastungen:
Präsident: einstimmig
Vizepräsident (Administration): einstimmig
Vizepräsident (Sport): einstimmig
Schatzmeister: einstimmig
TOP 8
Wahlen:
A) Präsident
Vorschläge: Josef Oberhollenzer- würde annehmen
Josef Oberhollenzer wird von der Versammlung einstimmig gewählt.
B) Vizepräsident Administration
Vorschläge: Torsten Kosuch - würde annehmen
Torsten Kosuch wird von der Versammlung einstimmig gewählt.
C) Kassenprüfer
Vorschläge: Dieter Harsch - würde annehmen
Vorschläge: Michael Bleicher - würde annehmen
Beide werden von der Versammlung einstimmig gewählt.
TOP 9
Anträge
Keine
Top 10
Sonstiges:
Der Sportfreund Gerald Bauer gibt einen Überblick über das National Martial Arts Games Comittee Germany e.V./ NMAGC . Diese Organisation bietet Budoka die Möglichkeit an internationalen Wettkämpfen teil-
zunehmen. Nähere Informationen gibt es unter www.nmagc.de .
Zum Abschluss der JHV wird dem Sportfreund Richard Schmidt durch das Präsidium der 3. Dan Hanbo Jitsu verliehen.
Top 11
Termine 2010/2011:
25. September 2010 Internationaler Budolehrgang 35 Jahre WJJF-D
18./19. März 2011 Trainer- und Assistenztrainerforbildung in Süßen
20. März 2011 Jahreshauptversammlung in Süßen
Torsten Kosuch Josef Oberhollenzer
Vizepräsident Administration Präsident
Protokollführer