Allgemein

Herzlichen Glückwunsch

Zum wiederholten Mal belegten unsere Budoka Lothar Teufel und Franz Braun bei den Deutschen Katameisterschaften des Deutschen Dankollegiums den 1.Platz.

 

 

 

Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg! 

 

Redaktionswechsel

Nach zwölf Jahren und 24 Ausgaben findet ein Wechsel in der Redaktion des Shinbun (Druckausgabe) statt. Wir möchten an dieser Stelle dem Sportfreund Joachim Schieder für seine geleistete Arbeit danken und wünschen Ihm weiterhin viel Erfolg im sportlichen, beruflichen und privaten Leben.

Ab sofort übernimmt der Sportfreund Lorenz Schneller aus Süßen die Redaktion. Auch Ihm viel Erfolg bei seiner neuen Tätigkeit.

Das Präsidium

 

 

Etwas zum Nachdenken

Leserbrief unseres Ehrenpräsidenten Sieghard Weiß veröffentlicht in der Fachzeitschrift des Deutschen Judobundes "Judo Magazin"

Die Etikette fehlt

Quo vadis Judo? Diese Frage ist mehr als berechtigt - oder wo bleibt die einstige Faszination dieser Bewegungskunst? Unser Judo, innerhalb  der Europäischen Judo-Union zu einer der größten Bewegung zählend, ist dabei, die letzte Faszination zu verspielen. Die Herausforderung Geist und Körper zu schulen, vor allem zu verinnerlichen, ist mit der Athletik schon lange auf der Strecke geblieben. Man tut so, als wäre man der allein selig machende Budoverband. Wo das "Do" fehlt ist der Weg zu Ende.

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Die Bedeutung der Kata

Die Bedeutung der Kata

Viele Menschen glauben, das Leben würde
durch Formen erstarren.
In Wirklichkeit wird es durch sie erst möglich.
Daher ist Kata auch im Ju-Jitsu notwendig,
denn sie erhebt die handwerkliche Kunst zum Weg.

jap. Budo Meister



Mit schlechten Steinen kann man kein gutes Haus bauen! Diese Wahrheit gilt auch für das Studium der Kata. Es ist daher unbedingt notwendig, die in der Kata enthaltenen Elemente, Techniken, über längere Zeit zu üben. Erst wenn Tori und Uke die „Bausteine" sicher beherrschen, können sie in die vorgeschriebene Form gebracht werden.
Die Demonstration, der Kata vor Zuschauern oder bei einer Dan Prüfung ist, der Höhepunkt des intensiven Trainings und die erste Bewährung.

Da Wertvolles nur mit Mühe erworben wird, sollte man es auch bewahren.

Die Kata hat auch einen großen erzieherischen Wert, denn sie enthält bedeutende Ausbildungsschwerpunkte, wie Körperhaltung, Bewegung und das Gefühl für die Distanz, sowie Ausstrahlung und innere Gelassenheit. Es gibt viele Wege, die alle zum gleichen Ziel führen. Der Fantasie des Lehrers sind keine Grenzen gesetzt. Aber alle Trainingsformen gruppieren sich um drei Hauptmethoden: KATA , RANDORI , SHIAI. Das Studium der Kata, der Form, eines Wurfes oder einer Folge von Würfen, ist für die Entwicklung einer ausgefeilten Technik genauso wichtig wie das Lernen grammatischer Regeln beim Studium einer Fremdsprache. Kata ist die Grammatik des Judo.

(Wolfgang Hofmann Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio)

Jeder fortgeschrittene Jiuka/Judoka kennt Kata und verbindet dies mit einer Danprüfung. Dies hat oft leider zur Folge, dass in vielen Dojo nur für und wegen Danprüfungen Kata geübt und studiert werden. Dies ist sehr schade denn es setzt den Stellenwert der Kata herab.
Bereits Jigoro Kano, hat das Katatraining dem Randori und Shiai gleichgesetzt.

Traditionelle Kodokan Kata sind:

- Nage-no-Kata
- Katame-no-Kata
- Ju-no-Kata
- Kime-no-Kata
- Goshin-jitsu-no-Kata
- Koshiki-no-Kata
- Itsutsu-no-Kata
- Taiiku-no-Kata

Nicht vom Kodokan als offiziell angesehen zählt die Gonosen-no-Kata. Als Grund, wird, vermutet, weil diese Kata jünger und an der Waseda Universität konstruiert worden ist.

Im hohen Ansehen stehen ebenfalls die "Hirano" Kata (Würfe sind wie Meereswogen) oder die Idee von W.Hofmann der "Hoho Kata". Nicht zu vergessen sind die Kata die hier in Europa von erfahrenen Budomeistern entwickelt worden sind wie: E-Bo-no-Kata / Jiu Jitsu Kata (von Mario den Edel/Win Boersma) Fusegi-Do-Kata ( Weg der Verteidigung) von Ernst Elen.
Kurzkata, Freie Kata oder Hoho Kata (Methodik-Kata) eignen sich u.a. zum Vorführen des eigenen Handlungskomplexes. ÜL - können diese Kata Art vor allem im Kinder und Jugendbereich nutzbringend und kreativ einsetzen. In Freier Gestaltung können diese Kata im Training erarbeitet werden, hier ist der Jiuka-Judoka frei, und kann seine Ideen und Gedanken in die Bewegungen mit einem Partner oder alleine umsetzten. Diese Übungsform kann bereits ab den 4.Kyu trainiert und demonstriert werden. , Selbstverständlich soll über Sinn und Zweck der Kata gesprochen werden. Denkbar und erfreulich wäre für uns auch, dass bei Danprüfungen (ab 3.Dan) eigene Katavorschläge demonstriert werden.


Prüfungsrelevante Kata in der WJJF.D.e.V

- Nage-no-Kata Kodokan
- Kodokan Goshin-Jitsu-no-Kata
- Jiyu-Goshin-jitsu-no-Kata (von Kyuzo Mifune 10.Dan Kodokan) Jiyu bedeutet Frei
- Kime-no-Kata --die klassische jap. Selbstverteidigung
- Ju-no-Kata - Prinzip des Nachgebens
- Koshiki-no-Kata (Antike Form einer der ältesten Schulen Japans, Kito Schule)
- E-Bo-no-Kata Ju-Jitsu Kata von Edel/ Boersma Holland
- Taiiku-no-Kata (Defensive und offensive Volksgymnastik von Jigoro Kano 1921)
- Yawara-no-Kata Ju-Jitsu Schlag und Block Kata


Grundlegende Form/Zeremonie

Alle Kata stützen sich auf unveränderliche Prinzipien. Wechselspiel zwischen Yin und Yang Sanftheit und Härte richtige Atmung und bewusste Steuerung der Energie. Es gibt Kata, die sind mehr auf einen realen Kampf orientiert, andere wiederum bilden ein erweitertes Ausbildungsprogramm dar. Bei den Kata müssen die Bewegungsabläufe exakt ausgeführt werden. Die Techniken der Kata sind das Ergebnis langjähriger Erfahrungen und gründlicher Überlegungen der alten Meister.

Ein wichtiges Kriterium beim Demonstrieren einer Kata ist nicht nur das Beherrschen der Techniken, sondern auch deren Etikette.

Aufstellen und erstmaliges Betreten der Matte in würdevoller Miene. Verbeugen im Stand mit geschlossenen Fersen. Beim Betreten der Matte nicht mit den Armen schaukeln usw. Eröffnungsschritt mit links beginnen und demonstrativ sichtbar. Zehen beim Niederknien und Aufstehen aufstellen. Beim Umdrehen zum Kleiderordnen sollte dem Yoseki nicht der Rücken zugewandt werden. Bei Würfen den Partner keinesfalls aus der Mattenmarkierung hinaus werfen.

Ganz wichtig: Sauberen und ordentlichen Judogi ohne viele Aufnäher.

Ganz wichtig bei der Demonstration einer Kata ist der Gesamteindruck.

Harmonie

Dynamik

Ausstrahlung


Zusammengestellt von: Sepp Oberhollenzer Kata-Referent WJJF.D.e.V. 2004
 
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